Besuch aus Estland: Eine Woche voller Begegnungen

Vom 21. bis 28. April war die 9. Klasse der Freien Waldorfschule Heidenheim Gastgeberin für 20 Austauschschülerinnen und Austauschschüler aus Estland. Begleitet wurden sie von zwei Lehrerinnen. Der Austausch entstand auf Initiative von Michael Kirschinger, einem ehemaligen Heidenheimer, der heute an der Freien Waldorfschule Keila in Estland, nahe Tallinn, unterrichtet.

Bereits die Ankunft am Bahnhof war von großer Herzlichkeit geprägt: Die Gäste wurden von ihren Gastfamilien und den Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse empfangen. Damit begann eine Woche, in der gemeinsames Lernen, Ausflüge, Familienzeit und viele persönliche Begegnungen im Mittelpunkt standen.

Ein abwechslungsreiches Programm

Am Mittwoch führte ein großer gemeinsamer Ausflug ins Allgäu. Auf dem Programm standen eine kleine Wanderung zum Lechfall, eine Führung durch Schloss Neuschwanstein, eine Sesselliftfahrt und eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn. Gerade die Berge und die Höhenunterschiede waren für die estnischen Gäste ein besonderes Erlebnis – schließlich ist der höchste Berg Estlands nur 314 Meter hoch.

Am Donnerstag nahmen die Austauschschülerinnen und Austauschschüler am Unterricht unserer Schule teil. Dabei entstanden unter anderem schöne Bilder mit Pastellkreide. Im Sportunterricht wurden gemeinsam bewegte Spiele gespielt, am Nachmittag ging es zusammen in den Brenzpark.

Auch der Freitag brachte ein besonderes Programm: In Ulm besuchte die Gruppe zunächst eine Trampolinhalle. Anschließend gab es Stadtführungen auf Deutsch und Englisch durch die Ulmer Innenstadt und das Fischerviertel. Ein weiterer Höhepunkt war die Turmbesteigung des Ulmer Münsters.

Zeit in den Gastfamilien

Das Wochenende verbrachten die estnischen Gäste in ihren Gastfamilien. Dort entstanden viele schöne gemeinsame Erlebnisse und spontane Unternehmungen. Ein besonderes Highlight war für einige der Besuch des Lichtkunstfestivals auf Schloss Hellenstein.

Am Montag stand noch einmal ein gemeinsamer Schultag auf dem Programm, bevor es am Nachmittag ins Aquarena ging. Am Dienstagmorgen hieß es dann Abschied nehmen. Die Stimmung am Bahnhof war fast ein wenig traurig – ein Zeichen dafür, wie schnell in dieser Woche Verbindungen und Freundschaften entstanden sind.

Vorfreude auf den Gegenbesuch

Die Rückmeldungen der Gäste waren sehr herzlich: Der Aufenthalt in Heidenheim hat ihnen sehr gut gefallen, und die Gastfreundschaft der Familien wurde als besonders beeindruckend erlebt.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gastfamilien, den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern sowie allen, die zum Gelingen dieser Begegnungswoche beigetragen haben.

Im Herbst steht nun der Gegenbesuch unserer 9. Klasse in Estland an. Die Vorfreude darauf ist schon jetzt groß.